| „El sueño de la razón produce monstruos“ (Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer/Monster), Francisco de Goya y Lucientes, spanischer Maler, 1746-1828. Welche Eigenschaften zeichnen ein zartes Monster aus? Stärke und die Macht, uns einzuschüchtern? Oder vielmehr Zerbrechlich- keit und die Fähigkeit, wahre Verletzlichkeit zu zeigen? Wenn für „Monster“ eine der folgenden Definitionen zutrifft: - ein Tier oder eine Pflanze von ungewöhnlicher und erschreckender Form oder Struktur
- eine Furcht einflössende Macht, etwas ungewöhnlich Großes für seine Art
- etwas, dessen Verhalten oder Charakter von der Norm abweicht oder eine Person von unnatürlicher oder extremer Hässlichkeit, Missgestalt, Boshaftigkeit und Grausamkeit
- etwas, das ungemein erfolgreich ist
und „zart“ bedeutet: - angenehm für die Sinne
- von schmeichelnden, anmutigen Farben, Linien und Proportionen gekennzeichnet
- von feiner Struktur, Ausarbeitung oder Beschaffenheit, taktvoll und geschickt.
- von wenig robuster Konstitution oder Gesundheit, fragil
- leicht zu beschädigen oder zu beunruhigen, benötigt vorsichtige, geschickte Behandlung
- von ausgeprägter Empfindsamkeit und Präzision
Was ist ein zartes Monster? Vielleicht eine Kreatur, die in einer schönen Umgebung, so wie Boisbuchet, lebt? Wir könnten ihm in den Tiefen des Waldes begegnen, im Wasser des Sees, im Schloss oder auf dem Rasen liegend …. Monster sind Produkte unserer Einbildungskraft. Jedes Monster hat seine ganz eigenen Merkmale, seinen eigenen „genetischen Code“, den es von seinem Schöpfer vererbt bekommt. Diese Aussage kann gewissermaßen als Metapher für die Schaffung eines Designprojekts verstanden werden. Der Kurs lädt alle Teilnehmer ein, während der Workshopwoche ein zartes Monster freizusetzen.
Gala Fernandez
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