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Palterer (IT)
David Palterer (IT)

Form und Verhalten

05.08. - 11.08.2007

Der Akt der Planung verbindet man schnell mit „Maßeigenschaften“, wie Länge, Höhe oder Gewicht. Jenseits einer funktional-typologischen Messung gibt es jedoch auch eine psychologische und kulturelle Dimension, deren Inhalt nicht fassbar ist, und die sich der Rationalität des Maßes entzieht. Die Endform sollte eine Synthese beider Herangehensweisen sein.
Dieser Workshop wird untersuchen wie die Form, oder die formalen Beziehungen eines Objekts, den Benutzer zu einem bestimmten Verhalten führen können, und umgekehrt: Wie kann ein bestimmtes Verhalten die Idee zu einer Form geben?
Der Workshop wird sich zwischen dem Innenraum, Einrichtungsgegenständen und Objekten bewegen. Manche der zu behandelnden Themen werden als Teil einer Gruppenarbeit Gestalt annehmen. 
Eine Untersuchung des Innenraums wird sich befassen mit:
- der Treppe, die jenseits ihrer Funktion als vertikales Verbindungsglied wie ein Gegenstand oder eine Architektur entworfen werden kann. Sie kann Abenteuer-, Geschwindigkeit- oder Aufstiegsempfindungen evozieren.
- dem Stuhl,  der jenseits seiner schlichten Sitzfunktion den Sitzenden verführen, ihn zu anderem, ja sogar unüblichem Sitzverhalten bewegen kann.

Die Form, also, beschwört und provoziert Beziehungen zwischen Personen und Gegenständen.


 


David Palterer

David Palterer wurde 1949 in Israel geboren. Er hat in Florenz, wo er heute lebt und arbeitet, Architektur studiert.

Er ist Professor für Architekturplanung am Polytechnikum in Mailand sowie akademisches Mitglied der „Accademia delle Arti e del Disegno“ in Florenz. Während seiner Laufbahn hat er an diversen Universitäten weltweit unterrichtet.

Die Bandbreite seiner Arbeit reicht von architektonischen Projekten zu Inneneinrichtungen und Produktentwicklungen zu Ausstellungsdesign. Er entwirft Produkte für Artemide, Acerbis, Cleto Munari, Draenert, Driade, Daum, Ritzenhoff, Up Group und Zanotta. Seine jüngsten architektonischen Projekte sind ein italienisches Restaurant in Mito, Japan, und die Renovation von zwei Theatern in der Toskana. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Artikeln im In- und Ausland besprochen und in renommierten Museen weltweit gezeigt.