Schmuck Design :
Wir werden mit dem Material in Beziehung treten.
Um das Material wirklich nutzen zu können, muss es körperlich erfahren werden. Verstehen wir seine Haptik, Spannung und Funktion, haben wir eine Basis für jede kreative Arbeit mit dem Material. Wir werden völlig in das Material eintauchen.
Das gesamte Potential des Materials ergibt sich erst durch eine gründliche Recherche. Mit Hilfe unserer Hände bewältigen wir seine Form und können so neue Strukturen kreieren. Durch diese Verwandlungen werden wir unterschiedliche Zustände des Materials erschaffen bis wir ein Objekt gefunden haben, von dem wir glauben, das es ein starkes, eigenständiges und stabiles ist.
Amina Agueznay (MA)
Amina Agueznay stammt aus Marocco. Sie studierte Architektur in Washington und später an der Parsons School of Design in New York. Nach Beendigung ihres Studiums arbeitete sie in den USA als Architektin, bis sie nach Marocco zurück kehrte um sich ganz und gar dem Schmuckdesign zu widmen.
Die Inspiration für ihre Arbeit entnimmt sie der traditionellen Arbeit der Berber mit antiquem Schmuck. Sie betrachtet die Funktion eines Elementes unabhängig von dessen ursprünglicher Funktion und verbindet es mit neuen Materialien wie zum Beispiel Korallen oder Halbedelsteinen. Das Schaffen von Amina Agueznay verleugnet die Tradition nicht, sondern nutzt deren Freiraum um sie mit ihrer Phantasie und Vorstellungskraft weiter zu führen. Ihre Materialien findet sie in den Souks Marakechs. In ihrem kleinen Notizheft hält sie ihre Ideen anhand von Skizzen fest, aus denen später ihre einzigartigen Entwürfe entstehen. Kristall, Türkis, Muranoglas, Cornalin, Chalzedon, Labradorit, Amethyst… finden sich unter den von ihr verwandten Materialien. Für den Designer Nourredine Amir entwarf sie Schmuck aus kleinen Holzstückchen, welche sie im Bensimane Wald sammelte. Aber welches Material auch immer sie verwendet, so haben ihre Arbeiten doch eines gemeinsam: sie sind akribisch strukturiert, was man mit Sicherheit als Vermächtnis ihrer einstigen Tätigkeit als Architektin ansehen kann. (Text von www.maison-object.com)
Photo © Festimode
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