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Ebersolt (F)
Gilles Ebersolt (F)
www.gillesebersolt.com

Tensegrität und Bambus,
eine Vernunftehe

11.05. - 17.05. 2008
Teilnahmegebühr: € 885,- / € 685,-
 

Dieser Workshop beruht auf den Erkenntnissen im Bereich der selbständig tragenden Strukturen, kombiniert mit dem konstruktiven Potential von Bambus für die Bedürfnisse der wissenschaftlichen Recherche im Forstgebiet.

 

Die selbständig tragenden Strukturen

Mit ihren bemerkenswerten Leistungen haben die selbständig tragenden Strukturen schon immer die Forscher und Erbauer angezogen. Seit den 50er Jahren wurden leichte Strukturen dieses Typs für das Design, die Architektur und die plastische Kunst entwickelt.

 

Der Bambus

Dass Bambusstäbe im Inneren hohl sind, erfüllt dieses Material auf ideale Weise die strukturellen und konstruktiven Anforderungen der sich unter Spannung selbst stabilisierenden Systeme. Das Material wird von der Bambouseraie in Anduze zur Verfügung gestellt.

 

Dieser Workshop möchte einen Einblick in die Gestaltungsprozesse und die damit verbundenen Herausforderungen an rationales Denken, Fantasie und technisches Können geben. Eine Reihe von Modellen stellt die möglichen Montagetechniken vor. Die Gruppe wird unter diesen Modellen eine Form auswählen. Die lebensgroße Ausführung samt Präsentation findet auf der Domaine de Boisbuchet statt (auf dem Rasen oder hängend, auf einem Baum). Die erschaffene Struktur wird im Anschluss an den Workshop in die Bambouseraie nach Anduze für eine saisonale Ausstellung gebracht.

 

Für die Ausführung werden die Teilnehmer über einen wichtigen Bestand an Elementen verfügen: Bambusstäbe, Verbindungsstücke und Kabel.


Gilles Ebersolt (F)

Das Habitat oder den Arbeitsort neu erfinden, diese auf eine spielerische Ebene projizieren – ist diese Philosophie nicht notwendig für unsere neuen Lebensformen? 

 

Gilles Ebersolt wurde 1957 in Frankreich geboren. Er studierte Architektur und Landschaftsarchitektur. Er hat sich auf eine interdisziplinäre Architektur spezialisiert, zum Teil fest auf dem Boden verankert, zum Teil in der Landschaft schwebend.

 

Seine architektonischen Antworten, die sich an die Umgebung anpassen, garantieren die ästhetische und praktische Richtigkeit seiner Projekte. So wurden in Villefavard die Gebäude eines Bauernhofs in ein Empfangsbereich und in ein Kulturzentrum verwandelt.

 

Seine Anziehung für mobile Projekte erlaubt es ihm aber auch, vom Fundament wegzukommen und Architektur auf die verschiedensten Unterlagen in unerforschten Gegenden zu bauen: auf dem Wasser, auf Bäumen, im Schnee. Ebersolt entwickelt ungewöhnliche, leichte und leistungsfähige Protoypen.

 

Sein Hang zur Rückeroberung und die Vorstellung von „Manipulation“ (im technischen Sinn des Worts) ermächtigen ihn, Workshops „außerhalb der Mauern“ anzubieten. Beispiele davon sind „Bulle, tube et pipe“ (Luftblase, Rohr und Pfeife), „La Cabane Balais-Pattes et Carton-Pattes“ (Die Hütte aus Bürsten- und Kartonfüßen), „Travailler le repos“ (An der Erholung arbeiten). Er unterrichtet regelmäßig an der Nationalen Hochschule für Architektur in Versailles.

 

Gilles Ebersolt arbeitet zwischen Agentur und Werkstatt, um ein gutes Gleichgewicht zwischen Konzeption und technischer Ausführung zu gewährleisten. So gelingt es ihm, für jedes Projekt die Waage zwischen dem Respekt für bestimmte Grenzen der Ausführung, seiner ästhetischen Position und dem globalen Zusammenhang zu halten.